Sonntag, Juli 16, 2006

Jaeger LeCoultre: Atmos - Leonardo da Vincis Traum fast Realität


Die Atmos aus dem Hause Jaeger-LeCoultre ist angwandte Physik vom Feinsten. Ein Zeitmesser, der die hohe Schule von Thermodynamik und technischer Mechanik in Verbindung mit zeitloser Eleganz präsentiert. Geringste Temperaturschwankungen von nur einem Kelvin verleihen dieser Tischuhr, welche erstmals 1928 lanciert wurde, eine Gangreserve von 48 Stunden. Ein Gas, in einer hermetisch verschlossenen Kapsel, dehnt sich bei höherer Temperatur aus und zieht sich bei niedrigerer Temperatur zusammen. Eine Spiralfeder in der Kapsel macht diese Bewegung ähnlich einem Blasebalg mit und zieht dabei die Antriebsfeder der Uhr auf. Ein Vorgang der solange funktioniert, wie es Temperaturschwankungen gibt. Die an einem Stahllegierungsdraht, der dünner als ein Menschenhaar ist und Reibungsverluste fast ausschliesst, aufgehängte Ringunruh bewegt sich dabei mit beruhigenden zwei Halbschwingungen pro Minute. Die Atmos hat so einen hohen Wirkungsgrad, dass Experten sie als die höchstmögliche Annäherung an den Traum von Leonardo da Vinci vom „Perpetuum mobile“ bezeichnen. Die Uhr ist in verschiedensten Varianten erhältlich, von der "Atmos Classique" mit Stunden- und Minutenzeige, der "Atmos Classique Phases de Lune" mit Mondphase bis hin zur "Atmos Régulateur" mit getrennten Zifferblättern für Stunden- und Minutenzeiger. Dass der Liebhaber dabei zwischen vergoldetem oder rhodiniertem Gehäuse wählen darf, ist selbstverständlich. Die Mondphasenanzeige stellt eine weitere Meisterleistung der Uhrmacher von Jaeger LeCoultre dar. Während traditionelle Uhren mit der Verschiebung von einem Tag in 122 Jahren die Mondphasen "etwas ungenau" darstellen, präsentiert die Atmos eine Präzision von nur einem Tag in 3821 Jahren. Eine Uhr für die Ewigkeit die, einmal gestellt, ihre Besitzer über Generationen nicht im Stich lässt.

Foto: © Wempe

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ist richtig. Die Atmos ist eine faszinierende Uhr für Liebhaber. Dennoch nicht frei von Problemen. Meine blieb nach 4 Jahren Betrieb einfach stehen, bzw. lief nach kurzer Unterbrechung nicht mehr richtig und muss nun aus unerklärlicher Ursache in die Werksrevision zur Komplettüberholung. Kostenpunkt ca. 600.- EUR mindestens und ca. 3-4 Monate Reparaturdauer. Das nenne ich nicht gerade zuverlässig !!

Anonym hat gesagt…

Ja das ist richtig, die Atmos ist eine sehr empfindliche Uhr. Die älteren Modelle sind robuster und benötigen alle 15 bis 20 Jahre eine Revision, während die neueren Modell schon um 8 Jahre den Geist aufgeben. Behandeln Sie Ihre Atmos liebevoll und behutsam wie ein Hühnerei und es lohnt sich. In Ruhe lassen oder vor dem Verschiebeben stets gut arretieren. Die Freude an der ATMOS hat schon seinen Preis.

Anonym hat gesagt…

Meine Atmos läuft seit ca. 35 Jahren problemlos - von der Notwendigkeit einer Revision erfahre ich erst jetzt. Wozu auch? Läuft doch! Muss gelegentlich (1x pro jahr) ein oder zwei Minuten vor oder nachgestellt werden. Oder beschleunigt / verlangsamt. Das war es auch schon. Einfach genial!

Anonym hat gesagt…

Zu Kommentar 1 ! Wenn die Uhr nach 4 Jahren schon ihren Betrieb einstellt, dann bin ich mir sicher daß sie am falschem Ort steht. (Feuchtigkeit, Staub, wackeliger Untergrund, usw.) Meine habe ich nach 25 Jahren mal zerlegt und gereinigt, nicht weil sie nicht mehr lief, sondern weil ich ihr einfach mal Pflege und Wartung zukommen lassen wollte. Hätte ich mir schenken können, alle Zapfen und Lager waren in bestem Zustand. Sie läuft nach dem regulieren wieder mit einer monatlichen Gangabweichung von ca. 5-10 Sek.